16 Megapixel Kameras in der Kritik

In der Ausgabe 09/2011 der im IDG-Verlag erscheinenden PC-Welt bemängelt die Fachjournalistin Verena Oltmann die Bildqualität von 16 Megapixel-Kompaktkameras. So sei teilweise sogar bei Kameras über 300 Euro sichtbares Bildrauschen bereits bei ISO 100 festzustellen und die gemssenene, effektive Auflösung entspräche nur selten tatsächlich 16 Millionen Bildpunkten.

Neben dem Bildrauschen bereits bei ISO 100 kritisiert die Zeitschrift den hoheb Bedarf an Speicherplatz und den Preis, der teilweise deutlich über 300 Euro teueren Kameras.  Digitalkameras mit zehn oder zwölf Megapixeln seien meist die bessere Wahl. Insgesamt hat Verena Oltmann sieben aktuelle 16-Megapixel-Modelle im PC-WELT-Test unter die Lupe genommen. Nur die Sony Cybershot DSC-HX9V und die Olympus SZ-30MR halten ihrer Meinung nach Bildfehler auf sehr niedrigem bis akzeptablem Niveau.

Nach Ergebnissen der Tests von Verena Oltmann weisen die meisten digitalen Kompaktkameras mit 16 Megapixeln große Mängel bei der Bildqualität auf. Dass viele der getesteten Modelle bereits bei einer Lichtempfindlichkeit von ISO 100 sichtbares Bildrauschen zeigen, läge nach Erkenntnisssen des Tests vor allem an den kleinen Abmessungen der Bildsensoren, die eine derart hohe Anzahl an Bildpunkten nicht optimal verarbeiten könnten. Als weitere Nachteile kritisiert die Meldung der PC-Welt, dass die etwa sechs bis acht Megabyte pro Foto in bestmöglicher Qualität der 16-Megapixel-Bilder viel Speicherplatz erfordern würden. Außerdem seien die Kameras mit Preisen von teilweise deutlich über 300 Euro recht teuer.

Ebenso stellte sie fest, dass die Kameras mit CMOS Sensoren trotz ihres geringeren Dynamikumfanges bessere Ergebnisse liefern und schneller arbeiten würden als diejenigen, die CCDs verwenden.

Das Fazit der PC-WELT: Verbraucher sollten besser zu Kompaktkameras mit zehn oder maximal zwölf Megapixeln greifen. Die effektive Auflösung der Produkte in diesem Segment sei oft genauso hoch wie die von 16-Megapixel-Modellen, im Zusammenhang mit dem Bildrauschen schnitten sie größtenteils sogar besser ab.

Hinsichtlich der Bildqualität kamen im PC-WELT-Test lediglich zwei Modelle ungeschoren davon: Die Sony Cybershot DSC-HX9V, kostenpunkt rund 370 Euro und die Olympus SZ-30MR etwa 350 Euro. Beide Kameras würden die Bildfehler bis ISO 3200 auf einem sehr niedrigen bis akzeptablen Niveau halten.

 

 

Die Olympus SZ-30MR 16 Megapixelkamera für die gleichzeitige aufzeichnung von Fotos und Videos zeigte im Test von PC-Welt die höchste effektive Auflösung. Allerdings lag auch diese weit unter  16 Megapixel.

 

Zu einem ganz anderen Ergebnis kamen wir bei einem Praxistest der wasserdichten und stoßfesten Ricoh PX, die einen CCD-Sensor mit 16 Megapixel-Auflösung verwendet. Die Kamera zeigt eine überraschend gute Bildqualität, hohen Dynamikumfang und ein akzeptables Signal-Rausch-Verhalten selbst bei hohen Empfindlichkeiten. Da die 16 Megapixelsensoren vieler Kompaktkameras von gleichen Herstellern stammen, ist anzunehmen, dass die Qualitätsunterschiede wohl eher in der Leistung der für die Bildverarbeitung veraqntwortlichen Prozessoren oder auch in der Abbildungsgüte der Objektive liegt und weniger den Sensorleistungen zuzuschreiben sind.

Sehr gute Bildergebnisse und ein günstiges Preis-Leistungsverhältnis zeichnet die wasserdichte und stoßfeste Ricoh PX aus.

 

Im Herbst werden weitere Komapktkameras namhafter Hersteller mit 16 Megapixel CCD und CMOS Sensoren im gängigen 1/2,3 Zoll Format auf den Markt kommen. Das liegt auch daran, dass preiswerte Sensoren für die massenhaft produzierte Kameraklasse kaum noch prouziert werden. Die teureren Premium-Modelle des Herbstes werden zum Teil größere Sensoren mit weniger Pixeln (ca. 10 -12 MPix) verwenden und durch bessere Objektive und Prozessoren die Bildqualität der bis dahin weit unter die 300 Euro Grenze fallenden 16 Megapixel Geräte schlagen. 

http://www.pc-welt.de/

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