Let’s Party4Art

 

Versteigerung des Bildes von Wim Wenders "AA Centre in Paris, Texas“ (2001)

Die Kunst zu feiern liegt darin die Kunst zu feiern. Das zumindest ist man gewillt zu glauben, wenn die Münchner Pinakothek der Moderne zur Party des Jahres lädt. Alles was in München Rang und Namen hat, lässt es sich viel Geld kosten, überhaupt bei dieser Benefizveranstaltung dabei zu sein. Richtig viel Geld wird allerdings ausgegeben, um sich dort kurz vor Weihnachten noch mit einem oder auch mehreren Werken großer Künstler einzudecken. Unter dem Motto ‘Let’s party4ART’ ließ sich auch bei der 12. Benefizauktion für die Münchner Pinakothek der Moderne kein Besucher lumpen: Auktionserlöse und Spenden spülten dem Museum an diesem Abend über 1,2 Millionen in die Kasse.

Beim großen Treffen der Freunde und Förderer der Münchner Pinakothek der Moderne, wurde das Ölgemälde „Frau Manets rechter Fuß“ (2011) aus der Remix-Serie von Georg Baselitz mit dem höchsten Zuschlag des Abends von 300.000 Euro bedacht. Das Diptychon „Screen to Screen 30 x 40“ des amerikanischen Künstlers Kelley Walker erzielte 120.000 Euro.
Aber auch Fotografie kam in München unter den Hammer: So wurde Das großformatige Bild „AA Centre in Paris, Texas“ (2001) von Wim Wenders von der Sammlerin Ingvild Goetz für 20.000 Euro ersteigert. Ebenso kamen Werke von Thomas Struth; Martin Parr oder von der Fotokünstlerin Rineke Dijkstra.unter den Hammer.

 

 

Versteigerung einer Fotografie von Thomas Struth während der Benefizveranstaltung Let's Party4Art.

Die etwa 80 Lose der Auktion wurden von Spendern, Künstlern und Kunstinstitutionen für den guten Zweck zur Verfügung gestellt. Einen wichtigen Beitrag zum Erfolg der Benefizauktion trägt fraglos auch der Auktionator Andreas Rumbler vom Auktionshaus Christie’s. Mit seiner charmanten und unterhaltsamen Art, ließ keine Sekunde Langeweile das Bietergeschehen an.

 

Let'Party4Art -Benefizveranstaltung in der Münchner Pinakothek der Moderne

Geradezu bescheiden mutet dagegen die Ausstellung des Lebenswerks von Robert Frank in der Münchner Akademie der Künste in München an, die am Vorabend eröffnet wurde. Die Bilder des Fotografen der Beatnik Generation, dessen Vintage Prints auch schon weit über eine halbe Million Dollar erzielen wurden samt und sonders auf Zeitungspapier gedruckt und an die Wand des Foyers der Künstlerschmiede geklebt. So unterschiedlich wird große Fotografie in München wahrgenommen. Zusammen aber zeigt beides das große, breit gefächerte Interesse, dass dieses Medium hier findet.

 

Am Vorabend der Party in der Pinakothek der Moderne feierte München in der Akademie der bildenden Küste das Lebenswerk von Robert Frank, bescheiden auf Zeitungspapier gedruckt.

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