Zingster Fotoherbst: ein Magnet für Naturfotografen

Kraniche bei Sonnenaufgang in der Nähe der Meininger Brücke bei Zingst. Foto: Heiner Henninges

Ein Herbst, der wie ein Sommer war, so könnte man die letzten September- und die erste Oktoberwoche 2011 beschreiben. Die tolle Witterung und das damit verbundene einzigartige Licht in der einzigartigen Zingster Landschaft nutzten viele namhafte Natur- und Reisefotografen, um dem Ostseeheilbad und  Zingst und seinem Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft einen Besuch abzustatten, um den Flug der Kraniche und die Hirschbrunft zu dokumentieren.

“So etwas gibt es nur hier”, begründete Norbert Rosing seinen erneute Fotoexkursion in die Vorpommersche Boddenlandschaft. Mit dieser Meinung steht er nicht allein. Unter den zahlreichen Naturfotografen, die den Zingster Fotoherbst nutzten um ihr Portfolio mit neuen, außergewöhnlichen Motiven zu erweitern, finden sich viele prominente Namen, wie Klaus Bossemeyer, Gerd Rossen oder Sven Erik Arndt. Ebenso waren viele Mitglieder der Gesellschaft Deutscher Tiefotografen mit im Nationalpark dabei, um die Kranische und Hirsche in der einzigartigen Küstenlandschaft zu fotografieren.

Hirschbrunft im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft.
Foto: Heiner Henninges

 

Allerdings trübten bei aller Euphorie über die kaum zu überbietende Motivvielfalt im Nationalpark einige einige Wermutstropfen die Freude über die Möglichkeiten zu außergewöhnlichen Fotos zu kommen.

“Ich war von vier Uhr morgens bis zum Abend an den ausgewiesenen Beobachtungspunkten und habe supertolle Fotos machen können”, berichtet Norbert Rosing, der gleichzeitig auch Schirmherr des Umweltfotofestivals Horizonte Zingst ist. “leider konnten wir einen übereifrigen Fotogfen beobachten, der in die verbotene Kernzone des Parks eingedrungen ist, um näher an das Wild heranzukommen.”

Das ist nicht nur verboten, sondern gefährdet auch die Möglichkeiten aller anderen Fotografen und könnte dazu führen, Besuche des Nationalpark mit noch strikteren Regeln zu unterwerfen, die den Beobachtern und Fotografen die großartigen Motive, die sich ihnen heute von attraktiv angelegten Rundwegen und Aussichtspunkten aus bieten.

Zum Glück ist so etwas eine wirklich seltene Ausnahme und die Nationalpark Besucher halten sich an die strengen Parkregeln, die hier auch für prominente Naturfotografen und Naturfilmer gelten. Ausnahmen werden nach Rückfrage so gut wie nie erteilt und sind, so Rosing angesichts seiner Bildausbeute, wohl auch nicht nötig.

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